Happy Birthday Blog

by Christian Rieger on August 23, 2010

Mein Blog hatte gestern, am 22. August seinen 3. Geburtstag. Vor genau 3 Jahren startete christianrieger.de nach einem turbulenten Blog-Umzug. Damals lief das Blog unter der Domain: crieger.de bei einem anderen Hoster. Nach einem Datenbankcrash fing ich komplett von vorne an und das Werk besteht auch heute noch.

Torte gibt es keine. Dafür ein neues, minimalistisches Design. Das Logo ist noch nicht ganz fertig also bleibt dran.

Die Lücke im System

by Christian Rieger on Juli 28, 2010

Eigentlich ist es eine uralte Frage: “Wieviel Geld sollte ein Angestellter/Arbeiter/Manager etc. bekommen. Wieviel ist Arbeit wert?”

Seit den Begriffen “Generation Praktikum”, “Working Poor” und Büchern wie z.B. “Scratch Beginnings” kam dieses Thema hin und wieder,  in unterschiedlichen Ausprägungen, ans Tageslicht. Ich habe mir mal die Mühe gemacht ein wenig zu recherchieren und mir selbst einige Fragen dazu zu stellen.

Erstmal ist natürlich wichtig zu schauen wo alles beginnt wir nehmen jetzt mal das Elternhaus wobei das eigentlich kein optimal Startpunkt ist. Wir haben in Deutschland das Glück,  dass Bildung nur indirekt Geld kostet (öffentliche Verkehrsmittel zur Schule, Mappen, Blöcke, Stifte, Taschenrechner etc.) heißt also Schulbildung ist nur selten Frage des Haushaltseinkommens einer Familie aber an dieser Stelle werden Grundsteine gelegt. 2 simple Annahmen sind möglich:
A) ein Kind hat durch Erziehung etc. keinen Ansporn die eigene Situation zu verbessern, optimieren oder zu halten
B) ein Kind lernt frühzeitig, dass die eigene Situation optimiert werden kann und tut einiges dafür.

Jetzt stellt sich die Frage ob man studiert oder eine Ausbildung beginnt. Das Prinzip der klassischen Ausbildung gibt es in dieser Form bekanntlich nur in wenigen Ländern, den größten Anteil Auszubildender dürfte Deutschland haben. Hier die erste Fragestellung: Warum gibt man klassischem “on the job training” sprich learning by doing mit Festanstellung kaum eine Chance? Es gibt nun einmal Fälle, in denen lernen Jugendliche während der Schulzeit allerhand Sinnvolles durch private Interessen und Hobbies. Sei es Webdesign, Schrauben an Autos, Schreiben von Texten etc.
Sollte man also auf die Idee kommen direkt nach der Schule eine Festanstellung zu suchen wir man zwangsläufig mit der Frage konfrontiert: “Was haben Sie denn studiert oder was für eine Ausbildung haben sie gemacht?” Kann man hier nichts vorweisen hat man in den meisten Fällen bereits verloren.

Studium
Wohl erste Wahl wenn man sein Abitur erfolgreich bestanden hat aber hier lauern die ersten Hürden. Was studieren? Wie finanzieren?


Die Entscheidung für das “was”  wird häufig durch die privaten Interessen beantwortet, in manchen Fällen ist es eher bedarfsorientiert. Was braucht der Markt, womit kann ich also meine Zukunft sichern.

Wie finanziert man den Spaß? Nunja entweder hat man Glück und bekommt ein Stipendium oder die Eltern kümmern sich um das gröbste. In den beiden Fällen: Glück gehabt. Für den Fall, dass man weniger Glück hat bieten sich noch die Kombination aus Bafög und Arbeit. Die passende Arbeit findet man häufig auf Internetseiten für kostenlose Kleinanzeigen. Zwar kommt es je nach Job und Höhe des Bafögs oftmals dazu, dass das Studium etwas länger dauert aber immerhin studiert man.

Ausbildung
Klingt erstmal solide. Im längsten Fall dauert Sie 3 Jahre, 1 Abschlussprüfung und zwischendurch Berufsschule. Die “was”-Frage stellt sich hier natürlich auch aber die Finanzierung sieht etwas anders aus. Durch die Ausbildungsvergütung bekommt man erstmal Geld, für den worst-case gibt es Berufsausbildungsbeihilfe von der ARGE (der Betrag ist aber auch eher ein Witz und dient im Zweifel dazu, dass man auch hin und wieder was warmes essen darf ) und muss alle 18 Monate neu beantragt werden. Dazu kriegt man 4 Schreiben die jeweils auszufüllen sind von: Mutter, Vater, Vermieter, Arbeitgeber. Nach Angaben was wie viel kostet und wer wie viel verdient errechnet sich an BAB-Satz. In hatte damals stolze 118€ und wenn man bedenkt, dass mein damaliges Gehalt gerade mal reichte um die Miete zu zahlen ist das schon besser als nichts. Bekam ich aber auch nur für 18 Monate, danach konnte ich sehen wie es voran geht.

Da sehe ich ein weiteres Problem: Die Annahme der Ausbildungsvergütung ist, dass ein Auszubildender ja nicht zwangsläufig ausziehen muss und er ja nicht die Arbeiten machen kann, die ein normaler Angestellter macht da sein Erfahrungsschatz zu gering ist. In meinen Augen beides völliger Unsinn. Klar kann man bei den Eltern wohnen bleiben, nur fraglich ob man dort auch die Ausbildung bekommt die man möchte.
man hat ebenfalls das Problem, dass man 40 Stunden die Woche arbeitet und ein 2. Job somit nur abends und nachts in betracht zu ziehen ist. Hinzu kommt das Wettbewerbsverbot.

Danach
Hat man eine dieser Hürden genommen kann man im besten Fall voll durchstarten. Gut man zahlt noch ein paar Jahre Bafög zurück (Studium) oder schlägt sich noch einige Zeit mit dem Dispokredit rum (Ausbildung) aber man hat schon einmal was in der Tasche. Nach der Ausbildung hat man in aller Regel gute Chancen im Unternehmen zu bleiben, man kennt sich weil man ja schließlich 3 Jahre dort war und wenn die Arbeitsleistung stimmt darf man für vernünftiges Geld das Gleiche tun was man vorher 3 Jahre mit Niedriglohn gemacht hat.

Als Student tingelt man erstmal von Praktikum zu Praktikum (hat ein wenig was von Wohnungsbesichtigungen in Großstädten) und wenn man Glück hat, darf man irgendwo bleiben und für mehr als 200-700 € arbeiten.

Meine Meinung
Beide Systeme sind ziemlich krank, das Studium noch eher vertretbar weil man die Möglichkeit hat, näher an der Realität Blicke nach links und rechts zu wagen und dazu ein nicht so enges Zeitfenster hat . Die Berufsausbildung geht leider in “neuen Branchen” völlig an der Realität vorbei. Es gibt einen Plan der IHK und an den hat man sich zu halten. Jetzt frag ich mich wie man als z.B. IT-System-Kaufmann bei einem IT-Dienstleister was über Lagerkennzahlen lernen soll? (nur eines von vielen Beispielen). Das Berufsschulzeugnis gibt am Ende Auskunft darüber wie gut ich in der Berufsschule Stoff aufsaugen und zeitnah wieder ausspucken kann.  Das Zeugnis das der Arbeitgeber ausstellt ist schon eher wichtig.

Ich glaube, dieses Land ist auf gutem Wege seine High-Potentials zu verlieren. Das ist nicht Schuld der Regierung sondern der Unternehmen. Praktikanten werden in Agenturen in rasanter Geschwindigkeit verheizt, Auszubildende sehen keine Perspektiven bzw. nur sehr wenig Aufstiegschancen und was daraus resultiert sind Arbeitnehmer die mit 30 resigniert haben und nur Dienst nach Vorschrift machen.

Ich persönlich habe das große Glück, dass ich  mittlerweile wieder in der Lage bin mir solide Zukunftsgedanken im Bereich Freelancing bzw. Selbstständigkeit zu machen. So ca. nach Ende meines ersten Ausbildungsjahr sah das ganze noch etwas anders aus.  Damals mit einer Durchschnittswoche die mehr als 40 Stunden hatte, einem Job der mir keinen Spaß machte, arbeiten an der kurzen Leine und über die Dauer von 1 Jahr das tägliche Abendbrot aus Wahlweise: Instant Nudeln, Dosensuppen, Müsli oder Brot.
Zwar weiß ich, dass ich noch nicht am Ziel bin aber ich weiß, dass ich den Willen habe  große Schritte in die richtige Richtung zu machen und ich einfach weiß wie ich es nicht will. Dank dafür an meinen jetzigen Arbeitgeber, der einen maßgeblichen Einfluss darauf hatte, dass ich wieder weiß wohin ich will. Zwar lebt man als Auszubildender über die Zeit von 2-3 Jahren unter der relativen Armutsgrenze aber vielleicht sorgt genau das für den nötigen Biss und Ehrgeiz etwas anderes erreichen zu wollen.

We’ll see ;)

Mal wieder Kino und Film

by Christian Rieger on Juli 13, 2010

Wer mich ein wenig kennt weiß, dass ich mich nur gerne ins Kino begebe wenn mir dort ein kaltes Bier in Flaschenform verabreicht wird. Beim letzten mal war alles anders als wir uns “Easy Virtue – Eine unmoralische Ehefrau” anschauen wollten. Ich wollte weder Bier noch musste ich vom Popcorn husten (tue ich sonst immer). Aber wer sind eigentlich “wir”? “Wir” meint in diesem Fall meine absolut charmante Begleitung und mich.

Ich will nicht viel über den Plot schreiben, steht entweder auf Wikipedia (siehe Link oben) oder man schaut sich den Film am besten selbst an.

Soviel sei gesagt: Die Outfits von Ben Barnes und Jessica Biel sind absolut perfekt. Ich glaube ich würde jedes, von Ben Barnes getragene Stück jederzeit 1:1 anziehen (und ich brauche dringend eine Tweed-Hose von Marc Jacobs oder ich lasse mir eine nähen, sollte es also fleißige Näher/innen unter den Lesern geben…)

Nicht zu vergessen die Filmmusik, nichts Hans Zimmer oder so sondern zum Großteil Originale aus den 20ern. Nachfolgend der offizielle deutsche Trailer:
Großartige Dialoge, Humor, Sticheleien und absolut Sehenswert.

Anschließend noch einige Szenen untermalt mit “Let’s Misbehave” (im Original von Cole Porter) gesunden von Ben Barnes:

Wer oder was ist FRED?

by Christian Rieger on Juli 13, 2010

Gute Frage, mag der eine oder andere Leser denken aber hinter FRED steckt nichts weiter als das Unternehmen: SIN&CURE. Sicherlich keine eindeutige Erklärung aber soviel sei gesagt: Wir reden hier nicht von einer deutschen Screwball-Komödie mit Til Schweiger.

SIN&Cure vertreibt die Tabakmarke: FRED (mit Sitz in Lausanne/Schweiz).

Eine Marke auf die ich durch einen Kollegen aufmerksam wurde. Heute war es soweit und ich kaufte mir als “Roll your own”-addicted ein liebevoll gestaltetes Päkchen, vollgestopft mit 35g FRED Drehtabak.

4,60 € wechselten den Besitzer und ich bekam einen Beutel Tabak, nichts besonderes würde man meinen aber irgendwie fühlte es sich an als sei in dem Beutel etwas versteckt also direkt den Zip-Verschluss vorsichtig geöffnet und staunte nicht schlecht als ich das Humidipak fand. Was ist ein Humipak? Eine Art mobiler Humidor bzw. ein Membran-Päkchen mit Flüssigkeitsfüllung, welches die Feuchtigkeit des Tabaks reguliert. Additivfreie Tabake wie FRED, American Spirit, Pueblo etc. werden ohne Zusatzstoffe produziert also auch ohne Feuchthaltemittel, dass bedeutet eine Feuchte zwischen 10 und 18%, damit der Tabak nicht krümelt sollte man ihn schnell rauchen oder leicht befeuchtet aufbewahren. Beides wird durch das Humidipak unnötig. Man muss das Beutelchen nicht aufschneiden oder irgendwie präparieren, einfach drin lassen.

Die Frage die sich der Tabakliebhaber stellt ist aber natürlich: Wie schmeckt das Ganze? Dem Raucher offenbaren sich hier Kombinationen aus Virginia und Orient-Tabaken, fein abgerundet mit dunklem Burley. keine Zusatzstoffe, einfach nur Tabak. Anfangs durch den vorherigen Genuss von reinem Virginia etwas irritiert, da FRED etwas würziger ist aber spätestens nach der 2. Zigarette ist man überzeugt.

FRED über sich:

Wir sind eindeutig das einzige wirklich “start-up” Unternehmen in der Tabakindustrie.

Und da wir nicht von gestern sind: Twitter | Facebook | Blog

Die Frage nach dem Händler stellt sich immer wieder und hier gibt es eine Liste aller Händler in Berlin. Ich bezog mein Päkchen am kleinen Kiosk Ecke Domstraße/Schauenburgstraße in Hamburg.

Ein absolut sympathisches Produkt, das ich jedem empfehlen kann.

Als ich mal Ruby on Rails lernte

by Christian Rieger on Juli 12, 2010

Ziemlich genau vor einer Woche war es soweit, ich wurde gefragt ob ich nicht Lust hätte Rails zu lernen. Da mir Rails nicht gänzlich unbekannt war und ich einiges drüber hörte dachte ich mir: “Ja klar, schaden kann es nicht”.  Die erste Lektüre die ich fand war “Praxiswissen Ruby on Rails” von Denny Carl. Also ging es los, dass ich Stück für Stück meine Arbeitsumgebung einrichtete.
Im heimischen Ubuntu-Umfeld war das alles ziemlich problemlos aber dann kam das erste Abenteuer: Rails auf Windows XP… InstantRails runtergalden, konfiguriert, Updates installiert, mit Gems vertraut gemacht und dann der nächste Schritt: Welcher Texteditor darf es sein? Im openBook war von Aptana RadRails die Rede, also die 120mb runtergeladen, installiert und alles lief.

Nach erstem Geplänkel durch Variablen, Konstanten, Strings und Arrays war es Zeit für die erste App, lief alles wunderbar. Dank erfahrener Kollegen in unmittelbarer Nähe habe ich jederzeit einen Ansprechpartner vor Ort und merke, dass ich gut voran komme. Das heimische lernen ist momentan etwas schwierig, da ich sich zwar auf Ubuntu super coden lässt aber mit 10″ Netbook Screen gleicht das ganze einem mittelgroßen Albtraum. Wird Zeit für eine ordentliche Homeoffice-Ausstattung und obwohl ich es eigentlich nicht öffentlich zugeben will, sieht TextMate schon ziemlich schnieke aus…

Nachfolgend werde ich hin und wieder mal in der eigens geschaffenen Kategorie über Erfolge und/oder Misserfolge berichten.

Wie sollte ein Spiel heißen?

by Christian Rieger on Juni 11, 2010

Ibrahim Evsan, der eine oder andere mag ihn kennen z.B. durch Sevenload, sucht einen Namen für ein Spiel und niemand ist kreativer als die Masse.

Auf dem Blog von United Prototype heißt es:

Während die Entwicklung unseres Spiels nicht zuletzt dank der Hilfe unserer fleißigen Alpha-Tester stetig voranschreitet, haben wir uns entschieden, die Web-Community auch in einer unserer wichtigsten Entscheidungen mit einzubeziehen: in die Namensfindung.

Hier könnt ihr eure Ideen einbringen und zu gewinnen gibt es auch etwas. Viel Spaß!

Montags…

by Christian Rieger on Juni 7, 2010

.. malermediziner.
Vor kurzem veröffentlichte ich auf meinem Sideblock “itsdarkandiamnotafraid” ein Video Namens “Super Sexy CPR” (CPR = Cardiopulmonalen Reanimation [dt: Herz-Lungen -Wiederbelebung])
Im Alltag hat man mit dieser Sofrtmaßname die einige nur noch vom letzten Erste-Hilfe-Kurs während des Fahrschulzeit kennen, gibt es jetzt ein weiteres Video aus der Serie. Viele kennen das Problem, beim öffnen der Hummerschwanz-schale (alternativ möge man hier günstiges Seelachs-”filet” einsetzen) war man nicht sorgfältig genug und ein Stück Schale (alternativ eine Gräte) findet den Weg in die Luftröhre und es hilft nur noch der “Heimlich-Handgriff“. Wie das ganze funktioniert sieht man im folgenden Video:

Super Sexy Abdominal Thrust from Super Sexy CPR on Vimeo.

Gefunden beim wundervollen MC Winkel.