Dez 04
Kurz gedacht lässt sich sicherlich behaupten der gesetzliche Mindestlohn ist allgemein eine gute Sache doch ist er gerecht bzw. sozial?
Nein denke ich, denn der gesetzliche Mindestlohn trägt aktiv dazu bei, das in vielen kleineren Unternehmen Arbeitsplätze gestrichen werden müssen. Gestern Abend in ging es bei Anne Will in der Ard auch um diese Thematik.
Nehmen wir als Beispiel eine kleine Bäckerei in einer Kleinstadt mit ein paar Bäckern die nach Mindestlohntarif bezahlt werden und 4-5 Servicekräften die keinen Mindestlohn erhalten. An den Bäckern kann nicht gespart werden da die Produtkion eingehalten werden muss aber wie sieht es bei den Servicekräften aus die derzeit knapp 4-5€ pro Stunde bekommen. Die Bäckerei muss aufgrund der Konkurrenzsituation knapp kalkulieren, deren Inhaber müssen von was Leben und insgesamt will jeder was von diesem Brot abbekommen.
Würden die Servicekräfte nun beispielsweise 6€ gesetzlich verordneten Mindestlohn kassieren dann ist es doch nur absehbar, dass kurz- oder langfristig 1-2 Servicekräfte eingespart werden müssen damit sich die Bäckerei über asser halten kann.
Soviel zu ständig propagandierten sozialer Gerichtigkeit.
Bei dieser Debatte stellt sich unmissverständlich die Frage wie gerecht unsere Soziale Marktwirtschaft eigentlich ist.
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Okt 06
Gegen 8:00 Uhr standen bekanntlich in Deutschland viele Züge still, denn die GDL versuchte sich am Streik. Doch tägt diese Aktion Früchte?
Meiner Meinung nach führte der 3-Stündige Streik zu nichts. Die Bahn hatte bereits Tage vorher Notfallpläne gemacht und hinzu kommt, dass viele Lokführer noch den Beamtenstatus genießen und von daher nicht streiken dürfen.
Die Lokführer, die nicht bei der GDL organisiert sind, sind bei der Konkurrenz wie Transnet oder GDBA.
Alleine diese Tatsache sorgt für ziemliches Chaos und lässt die GDL ziemlich unglaubwürdig dastehen, denn die GDL fordert ja bekanntlich seperate Tarifverträge während die Konkurrenz mit dem aktuellen Tarifverträgen zufrieden ist.
Diese Tatsache würde die GDL natürlich gerne verschweigen doch wer nicht genug streikende Arbeitnehmer zusammentrommeln kann ist wohl kaum in der Lage seperate Tarifverträge auszuhandeln.
Laut Aussagen der Transnet und GDBA sind die Mitglieder der GDL lediglich “Spalter und Schaumschläger” (seuddeutsche.de).
Selten gab es den Fall, dass gleich 3 Gewerkschaften solche “Kämpfe” austrugen und insgesamt bleibt nur abzuwarten wie sich die aktuelle Situation entwickelt.
Ich denke, dass es für die GDL nurnoch zu einem geringen Teil darum geht die Arbeitnehmerinteressen zu vertreten sondern vielmehr darum die Glaubwürdigkeit wiederherzustellen und der Bahn den Kampf anzuzeiegen.
Ein lächerlicher Machtkampf auf Kosten derer die auf die Bahn angewiesen sind.