Brockhaus bald nur noch auf dem Screen
Feb 12
In der Blogosphäre macht derzeit die Thematik um die bevorstehende Brockhaus Online-Offensive die Runde.
Der Brockhaus-Verlag plant, Wissen ab April nurnoch Online zur Verfügung zu stellen. Dies könnte man als einen revolutionären Schritt sehen, denn Online ist Wissen einfach schneller und vlt. sogar kostengünstiger verfügbar. Zwar lässt man sich in diesem Fall schnell von nostalgischen Gefühlen ablenken doch denkt man allein an die Zeitersparnis (Weg zum Buchregal -> richtigen Band raussuchen -> Schlagwort finden), ist dieser Weg für jeden Wissbegierigen Menschen ein Vorteil, vorrausgesetzt natürlich er verfügt über einen Internetanschluss.
Auch kritische Stimmen werden laut, da durch diesen Schritt natürlich Mitarbeiter freigesetzt werden müssen. Doch andererseits könnten im Gegenzug neue Arbeitsplätze entstehen, denn die Redaktionszyklen müssen sich drastisch verändern. Was bisher zu jedem neuen Band aktualisiert wurde muss jetzt binnen weniger Tagen vlt. sogar Stunden geändert werden.
Gleichzeitig könnte diese Form des kontrollierten Wissens auch das freie Wissen verbessern, Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Das Online-Wissensmonopol hat derzeit ganz klar Wikipedia, Brockhaus könnte eine ernstzunehmende Konkurrenz werden. Vor allem in Bezug auf Studenten, Schüler etc. sehe ich durchaus positive Aspekte denn wer kennt nicht den Satz: “Wikipedia ist nicht zitierbar…”. Auch ein Vergleich ist jetzt problemlos möglich da man ja schließlich das eigene “freie” Wissen mit dem Online-Brockhaus abgleichen kann.
Ich sehe in diesem Schritt viel mehr positive Aspekte und würde vermuten, dass dieser Umbruch gut tut.
Weitere Stimmen zum Thema:
Robert Basic, Till Achinger, Wikipedistik, Werbeblogger
