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Startups im Jahre 2009

Jan 14

Cem schrieb gerade über das Erwachsenwerden von Startups und auf Gruenderszene erschien heute der erste Teil “Expertenumfrage – Was bringt 2009 für Internetgründer?”.

Ganz klar zu erkennen, dass Bewegung in der Materie ist. Für die einen Startups geht es heute immernoch darum sich zu etablieren und sich erfolgreich am Markt zu behaupten. Jede gute Startup-Idee führt dazu, dass diverse Copycats folgen und das keinesfalls zu knapp. Nur weil eine Idee führend ist bzw. war, garantiert das keinen dauerhaften Erfolg.
Bei anderen Startups sind die ersten Schritte gemacht. Viele Startups konnten im vergangenen Jahr genügend Venture Capital generieren um zu expandieren und die Marke vorran zu treiben. Doch jetzt geht es langsam ans Eingemachte.

Was jetzt wirklich ganz wichtig ist, ist folgende Formel:
CFIMITYM (das ist von Ken Morse, Professor an der MIT) und heisst übersetzt:
“Cash flow is more important than your mother”

Es müssen also eigenständig Gewinne erzielt werden. Für viele Gründer stellt sich die Frage ob sie das alleine bewerkstelligen können oder doch lieber das Ruder aus der Hand geben sollten.

Martin Weber von Holtzbrinck Ventures:

Gründer werden in 2009 eine ähnlich schwere Zeit haben wie nach dem Platzen der web 1.0 Blase. Zumindest wenn sie auf der Suche nach Eigenkapital von Finanzinvestoren sind. [...]“

Da könnte man sicherlich sagen: schade eigentlich denn Förderung ist für junge Startups oft ein elementarer Punkt um überhaupt ins operative Geschäft einsteigen zu können. Gerade wenn es um reale Güter geht. Gerade wenn die Konditionen für Fremdkapital schlecht sind wird es sicherlich weniger “Expiremente” geben. Aber gute Ideen können sich auch in Krisenzeiten durchsetzen und ein schnelles Wachstum erreichen.

Insgesamt denke ich, dass es 2009 darauf ankommt sein Startup fernab von Web 2.0-Hype, Werbe- und Fremdfinanzierung zu etablieren. Möglichst schnell “groß” zu werden d.h. auf eigenen Beinen zu stehen und immer nah am User bzw. Kunden arbeiten. Stetige Weiterentwicklung sorgt für eine dauerhafte Präsenz am Markt.

Buchtipp der Woche

Mrz 04

Im letzten Jahr erschien im Hanser-Verlag das Buch “Der Heuschreckenfaktor – Finanzinvestoren in Deutschland” von Angela Maier. Mir ist es eher zufällig in die Hände geraten und bin, obwohl ich noch nicht durch bin, sehr angetan.
Im Buch geht es im Kern um die Frage ob Private-Equity-Gesellschaften nun Räuber oder Retter sind und in wie weit diese “Heuschrecken” wichtig für die Wirtschaft sind.
Angela Maier schreibt außerdem sehr ausführlich darüber wie annähernd jede Privatperson von Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften profitieren kann und welche Gefahren bestehen.