Der blinde Aktionismus des Schäfer-Gümbel
Dez 22
Nach einigen unbeholfenen Schritten durchs Internet waagt sich jetzt auch Schäfer-Gümbel an die Königsdisziplin der SPD. Ja was wäre unsere SPD ohne große Forderungen vor dem Wahlkampf.
Eine Zwangsanleihe für für Reiche solls jetzt sein. Da wird sich riesig darüber aufgeregt, dass es durchaus intelligente Menschen gibt die ihr Geld sicher im Ausland deponieren und dann soll dieser Akt auch noch staatlich gefördert werden.
Ab einem Kapitalvermögen von mehr als 750.000€ könnte man:
a) dem Staat 2% des Vermögens für 15 Jahre zu leihen, bei einem Zinssatz von lächerlichen 2,5%
b) das Geld in eine Stiftung oder ähnliche Organisationen stecken, davon gut profitieren, internationalen Fondshandel betreiben, flexibel sein und weit mehr als 2,5% Zinsen bekommen.
- Ich würde mich spontan für b) entscheiden.
Gümbel schreit nach Gerechtigkeit aber in sozialistisch angehauchter Robin Hood-Manier das Geld der Reichen zu nehmen um es in den großen Politiktopf zu werfen ist nicht gerecht. Der Staat hat sich gefälligst aus dem Privatvermögen des Volkes rauszuhalten.
Glücklicherweise äußerte sich die Bundesregierung bereits zu diesem Thema und erteilte Gümbel eine Abfuhr.

Dez 24 at 17:08
Obwohl Weihnachten ist und obwohl ich für eine sachliche Diskussion immer zu haben bin.
Dieser Satz ist ein verdammtes neoliberales BRECHMITTEL:
“[...] Der Staat hat sich gefälligst aus dem Privatvermögen des Volkes rauszuhalten.”
omfg kann ich da nur sagen…
Dez 26 at 02:48
Sehr interessant zu sehen wie häufig das Wort “neoliberal” bei dir Verwendung findet.
Es wird gefordert, dass sich ein Kreistagsvorsitzender aus demonstrationsplänen raushält, der Staat soll keine Kameras installieren und sowieso soll der Staat nichts tun was den armen kleinen Mann in seinen Grundrechten verletzt (seh ich genauso). Geht es aber um Eigentum, dann soll der Staat den bösen Kapitalisten das Geld aus der Tasche ziehen, es in unsinnige Investitionen verballen und am Ende behaupten es kommt dem Volk zugute….
Ja am besten schaffen wir gleich den bösen Kapitalismus oder Neoliberalismus ab.
Und natürlich legst du dein Geld nicht bei einer Bank an und verlangst dafür Zinsen und Rendite. Überleg dir mal woher dieses Geld kommt. Du trägst natürlich keine Kleidung die in kapitalister Manier aus Fernost importiert wurde. Und dein PC wurde sowie zu fairen Bedingungen in Deutschland produziert und zu angemessenen Preisen verkauft.
In dem Sinne:
„Wie kann man in einem Atemzug den Weltkapitalismus für tot erklären, sich von der Leiche helfen lassen und dann noch sagen, es sei zuwenig?“
Und die bösen neoliberalen sind natürlich auch noch Schuld an der Finanzkrise…
Dez 26 at 06:07
Hi,
_UNBEGRENZTES_ Eigentum ist aus meiner Sicht nur in sehr begrenztem Maße “Privatsache”. In vergegenständlichter Form (von dir genannt: PC, Kleidung, etc.) tendieren wir dazu zu glauben, unser Besitz beträfe nur uns – ich finde allerdings an den sozialgesellschaftlichen Netzwerken von denen z.B. Geld ((gegen)wert, akzeptanz, etc.) abhängt sieht man das dies nicht die ganze Wahrheit ist:
Geld als Kapital bring nuneinmal neues Geld hervor – und das geht nur wenn andere es ausgeben oder “verlieren” (am besten beides).
Kapital fließt zu kapital… Das liegt nicht an den “Bösen” Kapitalisten (nicht das es die nicht auch gebe, Coca-Cola, die Gewerkschafter in Kolumbien umbringen lassen etc.*), es liegt einfach in der Natur der Sache.
Das hat dann auch nicht mehr mit Freiheit zu tun… Ich kann mich doch dumm und doof arbeiten – über den Gewinn denn ich dabei habe entscheidet doch in 99% der Fälle mein eingesetztes Kapital.
“Freiheit” gilt in einer wirklich “Freien”-Marktwirtschaft dann nurnoch für die, die wirklich viel haben, da die anderen sich schlicht, gezwungen durch ihre Lohnabhängigkeit, anpassen und unterwerfen müssen.
Und hier prallen einfach zwei Meinungen aufeinander:
Ich sage: Das Recht auf unbeschränkten Besitz ist kein Wert an Sich, ein gewisses Maß an Chancengleichheit und (sorry für das ausgelutschte Wort) “Gerechtigkeit” schon.
Daher ist es auch sowas von witzlos zu sagen “9x% der Steuern werden ja von denen gezahlt, die bezahlen schon genug…”
Aus meiner sicht ist das mehr ein Schuldeingeständnis als eine Rechtfertigung…
10% der Bevölkerung besitzen den idellen Gegenwert zur Arbeit, die rein logisch nur von 90% der Menschen erschaffen worden sein kann… Aber das führ zu weit dann bin ich irgendwie auch schon wieder bei Kritik der Preisbildung am Markt… etc…
P.s.: Das wunderbar von dir herausgesuchte Zitat zeigt schon das wir ein völlig unterschiedliches Verhältnis zur Materie haben. Die ArbeitnehmerInnen in einer Bittstellung gegenüber den Arbeitgebern…? hackt? hackt!
Zum letzten Satz: Mhm wer weiß das schon? Da kann sich ja nichtmal das ifo (Mr. Schluss-mit-der-Pogromstimmung) einen Reihm drauf machen.
Das war denke ich ein ganz normaler Konjunktuzyklus oder sonstwas… Ein hauch von Kontrolle hätte dem Markt aber sicher auch nicht schlecht getan.
Dez 26 at 06:09
Was ich noch vergessen habe:
Der Vorschlag (wie auch das Gesamtkonzept TSG) ist – wie du schon sagst: Mist.
Liebe Grüße
Hauke